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connic Apps: Frontends für deine KI-Agenten hosten

connic Apps liefert das Frontend deiner KI-Agenten im selben Deployment aus, mit Anmeldung für Team oder Kundschaft und Datenzugriff nach deinen Regeln.

30. Oktober 20268 Min. LesezeitAutor: connic engineering

Ab heute gibt es connic Apps: Hosting für die Frontends von KI-Agenten. Ein Chatfenster, ein Posteingang für Freigaben oder ein Kundenportal liegt jetzt im selben Projekt wie die Agenten dahinter, geht mit demselben Deployment live und kann Personen anmelden, bevor die erste Datei lädt.

Ein Projekt für die Agenten und ihr Frontend

Früher oder später braucht ein Agent eine Oberfläche, mit der Menschen arbeiten: einen Chat auf einer Website, einen Posteingang, in dem jemand freigibt, was der Agent tun will, ein Portal, in dem Kunden Dokumente hochladen und das Ergebnis verfolgen. Bisher lag diese Oberfläche außerhalb von connic. Sie brauchte eigenes Hosting, ein Backend, das API-Schlüssel vom Browser fernhielt, einen Login und eine eigene Deployment-Pipeline, die leicht aus dem Takt mit den Agenten geriet.

Mit Apps zieht das Frontend ins Projekt. Es geht mit demselben Deployment live wie die Agenten, bekommt im Staging und in der Produktivumgebung je eine eigene URL und lässt sich zusammen mit den Agenten, die es aufruft, per Rollback zurücksetzen. Ein connic-Projekt enthält damit die Agenten, die Connectors, die sie starten, die Daten, die sie speichern, und die Oberfläche, mit der Menschen arbeiten.

Was du mit Apps bauen kannst

Eine App hat dein eigenes Design und entsteht mit dem Framework, das dein Team ohnehin nutzt. Daten und Antworten kommen von den Agenten und dem Speicher im selben Projekt. Die Mockups unten zeigen drei Apps für fiktive Unternehmen.

Ein Schadenportal für eine Versicherung

Versicherte melden einen Wasserschaden, laden Fotos und die Reparaturrechnung hoch und verfolgen den Fall, während ein Agent ihn bewertet. Sie melden sich mit dem Kundenlogin der Versicherung an, und jede Person sieht nur ihre eigenen Schadensmeldungen.

My claims
claims.example.com/claims/CL-20931
Home InsuranceMy claimsPoliciesDocumentsAna Meyer
Water damage in the kitchen
Claim CL-20931 · Reported Oct 28
In review
  1. Claim reportedOct 28, 09:14
  2. 4 photos and 1 invoice uploadedOct 28, 09:16
  3. First assessmentOct 28, 09:17

    Water damage to the cabinet base and flooring, most likely from the dishwasher hose. Covered by your home contents policy, section 4.2. Estimated cost: €2,140.

  4. Adjuster reviewUsually within 2 working days
Your documents
Cabinet base
Flooring
Dishwasher hose
Overview
plumber-invoice.pdf184 KB
Add photos or documents
Ein Schadenportal: Der Agent beschriftet die Fotos und schreibt die erste Einschätzung.

Vertragsprüfung für eine Rechtsabteilung

Juristinnen und Juristen laden einen Vertrag hoch und bekommen Befunde pro Klausel, nach Risiko bewertet und in der Datenbank gespeichert. Rückfragen gehen in einem Chat neben dem Dokument an den Agenten.

Contract Review
legal.example.com/contracts/supplier-agreement-2026
CounselContractsPlaybookJK
supplier-agreement-2026.pdf · p. 6 of 24
FindingsChecked against your playbook in 38s
§ 8 LiabilityCapped at 12 months of fees, excluding gross negligenceLow
§ 11 TermRenews for 24 months unless cancelled 6 months aheadMedium
§ 14 Data processingNo storage location for personal data, subprocessors added without noticeHigh
§ 17 Governing lawGerman law, courts of MunichLow
Ask about this contract
Vertragsprüfung: Befunde pro Klausel, Rückfragen im selben Fenster.

Eine Ops-Konsole für die Agenten selbst

Das Ops-Team sieht Runs, Fehler und offene Freigaben aller Agenten und bricht hängende Runs ab. Die App liest die Run-Statistik der Umgebung über die Daten-API. Das Team meldet sich mit dem Firmen-Login an und braucht kein connic-Konto.

Agent Ops
ops.example.com/overview
OverviewLast 7 daysLR
Runs
12,486+8.2%
Completed
97.8%+0.4%
Failed
214−31
Avg. duration
4.2s−0.3s
Runs per day
ThuFriSatSunMonTueWed
Needs a decision3
Pay out €2,140 on CL-20931
claims-triage
Decide
Refund €349 on ORD-48213
support-agent
Decide
Order 40 laptops
procurement-agent
Decide
invoice-extractorCompleted3.1s14:02:11Details
support-agentRunning41.7s14:01:38Cancel
claims-triageAwaiting approval8.4s13:58:02Details
order-syncFailed0.8s13:55:47Details
Eine Ops-Konsole auf Basis der Runs und Freigaben der Umgebung.

Eine App neben den Agenten anlegen

Jede App besteht aus einer YAML-Datei in apps/ und einem Ordner mit ihrem Quellcode. Der Dateiname ist der Key der App: apps/portal.yaml baut aus apps/portal/.

project
my-agent-project/
├── agents/
│   └── support.yaml
├── connectors/
│   └── portal-chat.yaml
└── apps/
    ├── portal.yaml          # Einstellungen der App; der Dateiname ist ihr Key
    └── portal/              # Quellcode der App
        ├── package.json
        ├── package-lock.json
        └── src/

Vite mit React, Vue, Svelte oder Solid funktioniert, ebenso Angular, Astro, SvelteKit, Nuxt und andere Frameworks, die statische Dateien erzeugen. Bei jedem Deployment installiert connic die Abhängigkeiten aus dem Lockfile, führt den Build-Befehl aus und liefert das Ergebnis aus. Server-Rendering und API-Routen laufen nicht; diese Arbeit übernehmen Agenten und die Daten-API.

In der App-Datei steht, wie die App gebaut wird, wer sie öffnen darf, welche Agenten sie aufrufen kann und welche Daten sie verwenden darf:

apps/portal.yaml
name: Supportportal
build:
  command: npm run build
  output: dist
auth:
  mode: oidc
  issuer: ${PORTAL_ISSUER}
  client_id: ${PORTAL_CLIENT_ID}
  client_secret: ${PORTAL_CLIENT_SECRET}
  allowed_domains: [example.com]
connectors:
  - portal-chat
access:
  database:
    tickets:
      read: doc.author_id == user.id
      insert: true
      set:
        author_id: user.id

Jede Umgebung bekommt eine eigene App mit eigener Adresse, etwa https://portal-1a2b3c4d.connic.app. Ein Block environments kann jeder Umgebung eine eigene Anmeldung und Domain geben, etwa connic-Konten im Staging und den Firmen-Login unter portal.example.com in der Produktivumgebung. Ein fehlgeschlagener Build lässt das Deployment scheitern, und das aktive Deployment liefert weiter die letzte funktionierende Version aus. Jedes Deployment behält seinen eigenen Build, ein Rollback bringt das ältere Frontend zusammen mit den älteren Agenten zurück.

Anmeldung ohne eigenes Auth-Backend

Jede App hat einen von drei Anmeldemodi. Er steht in der App-Datei oder im Dashboard auf dem Tab Settings der App, wo eine Änderung ohne Deployment gilt:

Öffentlich
Für alle mit dem Link, etwa bei Kundenassistenten, Anfrageformularen und Demos.
connic-Konten
Für Mitglieder des Projekts, auf Wunsch nur für bestimmte Berechtigungsgruppen. Passt zu internen Tools und zum Staging.
Eigener Login
Mitarbeitende oder Kunden melden sich über Microsoft Entra ID, Okta, Google Workspace oder einen anderen OpenID-Connect-Provider an, eingeschränkt nach E-Mail-Domain oder Gruppe. Ein connic-Konto brauchen sie nicht.

Bei Apps mit Anmeldung prüft connic die Session, bevor es überhaupt eine Datei ausliefert. Wer keinen Zugang hat, bekommt nicht einmal das JavaScript der App zu sehen. Eine Session hält bis zu 12 Stunden. Bei connic-Konten prüft connic Projektmitgliedschaft und Berechtigungsgruppen alle zehn Minuten neu. Wer aus dem Projekt entfernt wird, verliert den Zugang also innerhalb von Minuten.

Agenten direkt aus dem Browser aufrufen

Agenten erreicht der Browser über Connectors auf dem Host der App. Ein synchroner Webhook- oder WebSocket-Connector mit apps_only: true nimmt nur Anfragen von den Apps an, die ihn auflisten. Im Code der App steht weder ein Secret noch ein API-Schlüssel. Mit eingeschaltetem Streaming zeigt ein Chat die Antwort, während das Modell sie noch schreibt:

connectors/portal-chat.yaml
type: websocket
apps_only: true      # nur Apps, die diesen Connector auflisten, erreichen ihn
config:
  streaming: true
agents:
  - support

An jeden Run, den die App startet, hängt connic die Angaben zum Besucher: ID, E-Mail, Name und Gruppen landen im Run-Kontext, von connic aus der Anfrage gesetzt und nie aus der Nachricht. Ein Agent kann so die Bestellungen des Besuchers über dessen E-Mail nachschlagen oder über die Anmeldung pro Nutzer das eigene Konto jeder Person mit einem MCP-Server verbinden.

Zugriffsregeln entscheiden, was jeder Besucher sieht

Viele Ansichten zeigen nur Daten an: eine Liste von Tickets, die Dateien, die ein Kunde hochgeladen hat, die Runs, die jemand gestartet hat. Dafür sollte niemand auf einen Agenten-Run warten. Die Daten-API gibt dem Browser Zugriff auf Datenbank, Dateien, Runs, Sessions und Freigaben der Umgebung der App und dazu die Suche in Retrieval-Namespaces. Diese Anfragen lesen und schreiben direkt und starten nie einen Agenten-Run.

In diesem IT-Desk schicken eine Mitarbeiterin und das IT-Team dieselbe Anfrage und bekommen unterschiedliche Antworten:

IT desk
desk.example.com/tickets
IT deskMy ticketsPaula Richter
  • IT-2291Laptop battery drains overnightOpen
  • IT-2264Access to the Finance shared driveWaiting
2 tickets
POST /_connic/db/tickets/findSame request, filtered by the app's rules
IT desk
desk.example.com/tickets
IT deskAll ticketsOmar Haddad · it-support
  • IT-2293VPN drops on hotel wifiOpen
  • IT-2291Laptop battery drains overnightOpen
  • IT-2288Printer on floor 3 jamsIn progress
  • IT-2264Access to the Finance shared driveWaiting
37 tickets
Dieselbe IT-Desk-App für eine Mitarbeiterin und für das IT-Team.

Dafür sorgt der Block access in der App-Datei, mit einer Regel pro Ressource und Operation:

apps/it-desk.yaml
access:
  database:
    tickets:
      read: doc.author_id == user.id or "it-support" in user.groups
      insert: user.signed_in == true
      set:
        author_id: user.id

connic hängt die Regeln an die Abfrage selbst. Listen, Zählungen, Updates und Löschvorgänge erfassen deshalb nur Datensätze, die die Regeln erlauben. Alles ohne Regel lehnt connic ab. set trägt bei jedem Einfügen die Autorin oder den Autor ein, egal was der Browser geschickt hat. Eine Regel, die connic nicht durchsetzen kann, lässt das Deployment fehlschlagen, und jeder Schreibvorgang landet mit App und Besucher im Audit-Log.

Beispiel: ein Posteingang für Erstattungen

Ein Support-Agent schlägt Erstattungen vor und muss auf eine Freigabe warten, bevor er eine auszahlt. Das Finanzteam entscheidet in einer eigenen kleinen App, mit Bestellung, Betrag und Begründung der Kundin direkt neben den Buttons:

Refund Review
refunds.example.com/inbox/ORD-48213
refunds3 opentom@example.comTB
Search requests
€349.004m
Mia Wagner · ORD-48213
Damaged on arrival
€89.9018m
Jonas Klein · ORD-48177
Wrong size, return received
€1,240.001h
Lea Fischer · ORD-47950
Charged twice
Mia Wagner · ORD-48213
Refund €349.00
“The vase arrived in pieces, photos attached. I'd like my money back.”
Support agentsuggestsissue_refund
order_idORD-48213
amount349.00 EUR
reasonDamaged on arrival

Delivered two days ago. The photos show breakage, and it's the customer's first refund.

Reason (optional)
Breakage confirmed on the photos.
RejectApprove refund
Das Finanzteam gibt die Erstattungen frei, die der Support-Agent auszahlen will, oder lehnt sie ab.

Mitglieder der Berechtigungsgruppe Finance melden sich mit ihrem connic-Konto an und dürfen über Erstattungen unter 5.000 entscheiden. Über größere Erstattungen kann die App nicht entscheiden; sie brauchen eine Entscheidung an anderer Stelle, etwa im Dashboard. Eine Freigabe setzt den wartenden Run fort.

apps/refunds.yaml
name: Erstattungsfreigaben
build:
  command: npm run build
  output: dist
auth:
  mode: connic
  groups: [Finance]
access:
  approvals:
    read: '"Finance" in user.groups'
    decide: '"Finance" in user.groups and approval.tool == "issue_refund" and approval.params.amount < 5000'

Die App lokal mit connic dev bauen

connic dev baut jede App lokal und liefert sie unter ihrer URL in der Dev-Umgebung aus. Dort läuft sie gegen die Agenten der Dev-Session, mit derselben Anmeldung, denselben Connectors und denselben Zugriffsregeln wie nach einem Deployment. Jedes Speichern einer Quelldatei baut die App neu. Schlägt ein Build fehl, bleibt der letzte funktionierende live, bis der nächste gelingt.

Eigene Domains, Statistiken und connic MCP

Jede App ist unter ihrer connic.app-Adresse erreichbar. Zusätzlich kann eine verifizierte eigene Domain des Projekts sie ausliefern, festgelegt in der App-Datei oder im Dashboard. Wird die connic.app-Adresse im Dashboard oder über connic MCP abgeschaltet, leitet sie auf die eigene Domain weiter. Alte Links funktionieren dann weiter, und Suchmaschinen indexieren nur die eigene Domain.

Im Dashboard listet die Seite Apps alle Apps einer Umgebung mit URL, Anmeldung und den Besuchern, Seitenaufrufen, Anmeldungen und Datenanfragen der letzten sieben Tage. Die Details einer App zeigen 30 Tage Statistik, in der fehlgeschlagene Anmeldungen und abgelehnte Anfragen gesondert zählen, sowie die bereitgestellten Zugriffsregeln. Coding-Agenten bekommen dasselbe über connic MCP, das auch Domain und Anmeldung einer App ändern kann.

Verfügbarkeit

Apps sind Teil der Tarife Pro und Enterprise. Im Pro-Tarif liefert jede Umgebung bis zu 5 Apps aus, jede mit bis zu 25 MiB Build-Ausgabe. Enterprise-Tarife können andere Limits festlegen. Runs, die eine App startet, werden wie jeder andere Agenten-Run abgerechnet. Die Tarife im Vergleich zeigt die Seite Preise.

So legst du los

  1. Aktualisiere das composer SDK. Ab Version 0.1.59 sind Apps und alle Zugriffsregeln aus diesem Artikel enthalten:

    pip install --upgrade connic-composer-sdk
  2. Lege die App an. Erstelle apps/<key>.yaml und lege das Frontend mit package.json und Lockfile in apps/<key>/ ab. Für Aufrufe an Agenten fügst du einen Connector mit apps_only: true hinzu und trägst ihn unter connectors ein.

  3. Starte connic dev. Installiere vorher die Abhängigkeiten der App, etwa mit npm install in apps/<key>/. Öffne dann die URL, die connic dev ausgibt, und bearbeite die App. Jedes Speichern baut sie neu.

  4. Starte ein Deployment. connic deploy baut die App zusammen mit den Agenten, und die Seite Apps zeigt ihre URL. Alle Einstellungen beschreibt die Apps-Dokumentation.

Bring das Frontend mit deinen Agenten live

Baue deine Agenten und die App für deine Kunden oder dein Team in einem connic-Projekt.

Häufig gestellte Fragen

Jedes Framework, das statische Dateien mit einer index.html erzeugt, etwa Vite mit React, Vue, Svelte oder Solid, Angular, Astro, SvelteKit mit adapter-static oder Nuxt mit nuxt generate. Next.js funktioniert als statischer Export mit einer content_security_policy, die seine Inline-Skripte erlaubt. Die App braucht eine package.json und ein Lockfile und wird mit Node.js 22 oder 24 gebaut. Server-Rendering und API-Routen laufen nicht.

Nein. Der Browser ruft Agenten über Connectors mit apps_only: true auf und liest und ändert Projektdaten über die Daten-API, beides auf dem Host der App und ohne API-Schlüssel. Arbeit, die Servercode braucht, läuft in Agenten, Tools und Middleware.

Nein. Der Browser erreicht nur die Ressourcen und Operationen, die unter access in der App-Datei stehen, alles andere lehnt connic ab. connic hängt die Regeln an jede Abfrage. Listen und Zählungen enthalten deshalb nur Datensätze, die der Besucher sehen darf. Eine Regel, die sich nicht durchsetzen lässt, lässt das Deployment fehlschlagen.

Runs, die aus einer App starten, enthalten context["end_user"] mit ID, E-Mail, Name und Gruppen des Besuchers und der Angabe, ob er angemeldet ist, dazu context["app"] mit ID und Key der App. connic setzt beides aus der Anfrage, nie aus der Nachricht, deshalb können sich Tools und Middleware darauf verlassen.

Ja. Mit dem Anmeldemodus public kann jede Person mit dem Link die App öffnen. Jeder Browser bekommt eine eigene Besucher-ID, mit der Zugriffsregeln die Datensätze eines Besuchers trotzdem vor anderen schützen können.

Apps sind Teil der Tarife Pro und Enterprise. Im Pro-Tarif liefert jede Umgebung bis zu 5 Apps mit jeweils bis zu 25 MiB Build-Ausgabe aus. Enterprise-Tarife können andere Limits festlegen.

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